"Soviel mehr als nur musik"

Als ich vor mehr als 9 Jahren musikalische Früherziehung als Mama mit meinem Sohn begonnen habe, war mir nicht bewusst, 

welche Bereiche diese abdeckt. Ich dachte man singt einfach, bewegt sich bisschen zur Musik und schaukelt im Takt.

Mein Kind hatte Spaß und ich fand das Programm sehr ansprechend. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht bedacht hatte, war die Absicht, das Ziel dahinter. Mir ging es um den Spaß und die Freude für mein Kind und natürlich auch um die sozialen Kontakte. 

 

Das musikalische Früherziehung aber sehr viel mehr ist, als singen, tanzen, schaukeln wurde mir erst später bewusst, 

als ich die Ausbildung gemacht habe und in all den Jahren nun auf eine großartige Erfahrung zurückblicken darf.

Kinder entwickeln sich so individuell, egal in welcher Altersgruppe. Ob Zwergerl, Baby, Mini oder Maxi und das ist auch gut so! 

 

Aber worauf zielt Musikalische Früherziehung nun wirklich ab?

 

Die sprachliche Förderung ist ein wesentlicher Bestandteil, denn wenn wir Kommunizieren, so tun wir dies immer mit Stimme, Ausdruck und Sprache. Ob wir nun Lieder singen, Fingerspiele machen oder Kniereiter, Sprache ist immer mit dabei. Mal schnell, mal langsam, mal leise und mal laut. 

Ein weiterer wesentlicher Teil ist die Bewegung. Kinder brauchen sie, egal wie Klein oder Groß sie sind. Auch Erwachsene brauchen die Bewegung. 

Bei den Kindern beginnt es bereits bei den Zwergerl, Bewegungsanstöße zu geben, damit sich Kinder z.b lernen selbstständig zu drehen, die Füßchen zu bewegen und natürlich die Hände und den Greifsinn anzuregen. In Form von einfachen Rhythmischen Liedern, geben wir Kindern bereits das Bewegungsmuster mit und ebenso den Rhythmus, den sie aber ohnehin von Mamas Herzschlag bereits seit Beginn an gewohnt sind. 

Größere Kinder lieben es ebenso sich zu bewegen. Ob nun in leicht vorgegebener Schrittkombination oder auch im freien Tanzen. Sie haben den Rhythmus im Blut und bewegen sich völlig frei und ungeniert zur Musik. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, nicht nur zu sitzen, sondern Bewegung immer im Wechsel anzubieten. 

Motorik und Bewegung ist sehr ähnlich. Bei der motorischen Entwicklung helfen den Kindern in der musikalischen Früherziehung natürlich auch die Instrumente. Wir spielen mit Klangstäben, Glöckchen, Rasseln, Trommeln. Nun könnte man glauben das wars auch, aber ich kann Hölzer oder Glöckchen unterschiedlich halten und bespielen. Es gibt so viele Möglichkeiten und in der Babygruppe beginnen wir bereits einige dieser Möglichkeiten kennenzulernen. Das Spiel mit Trommel und Rassel ist in dieser Gruppe der Beginn. 

Das Fühlen ist vor allem bei den Zwergerl und Babys sehr sehr wichtig und fördert die Bindung zur Mama massiv. Hier kommen viele Kuschellieder und Streichellieder zum Einsatz. Bei den größeren Kindern sind es sprachliche kurz Geschichten, die z.b auf den Rücken massiert werden oder mit den Fingern auf den Rücken eines anderen Kindes gemalt werden. Der Taktile Sinn ist in allen Gruppen wichtig und wird gefördert.  

Das Singen begleitet uns immer. Es schafft die Verknüpfung zu allen Komponenten. 

Und egal wie jemand singt, für das eigene Kind ist die Stimme der Eltern und Bezugspersonen immer wesentlich und wichtig. 

Deshalb versuche ich die Eltern oder auch Omas wenn sie teilnehmen zu ermutigen, mitzusingen. 

Singen ist Balsam für die Seele und bereitet Groß und Klein viel Freude, Motivation und Spaß.